Zweites Seminar zum Thema: Die Nordsee als zukünftiges Kraftwerk - 2017

14. November 2017 Hamburg– Deutschland (größtenteils in Deutsch)

Deutschland hat den Weg für eine Revolution im Energiesektor gebahnt. Die deutsche Leistung und Führung in Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Elektrizität ist bewundernswert. Der aktuelle Anteil von Windkraft am deutschen Elektrizitätsbedarf liegt derweil bei 20,4 % (Windeurope, 2017) und verglichen mit den anderen Anrainern der Nordsee nimmt Deutschland damit den zweiten Platz ein. Wie dem auch sei, die Realisierung der Energiewende beinhaltet auch folgenreiche Konsequenzen. So konnten beispielsweise im Jahr 2014 in Schleswig-Holstein 8,1 % der erzeugten erneuerbaren Elektrizität nicht ins Netz eingespeist werden, was die Abschaltung oder Drosselung von Windkraftanlagen zur Folge hat. Circa 83 % der gedrosselten Energie (6,7 % erneuerbarer Elektrizität) ist auf gekürzte Windenergie aufgrund von unzureichender Netzkapazität zurückzuführen. Die Kürzung von Windenergie könnte noch zunehmen, da die Geschwindigkeit des Netzausbaus relativ langsam im Vergleich zum gleichzeitigen Anstieg installierter Leistung voranschreitet.

Während des ersten Seminars schilderte Erik Zigterman (Royal HaskoningDHV), dass Deutschland zumindest 58 GW an installierter offshore-Windleistung benötige um die Anforderungen des Pariser Abkommens zu realisieren. Royal Haskoning schätzt, dass die deutsche Kontinentalplatte Platz für 36 GW an installierter Leistung bereitstellen kann. Das impliziert zum einen den Anstieg der Abschaltung oder Drosselung von Windenergieanlagen, aber auch einen enormen Bedarf an Investitionen in den Netzausbau und die Notwendigkeit mehr als 20 GW Windleistung von einem anderen Standort zu beziehen.

Diese Veranstaltung, konzipiert mit dem Ziel Brücken innerhalb der Nordsee-Energiebranche zu bauen, beinhaltet einen Ausblick auf offshore Entwicklungen im Bereich der Gas- und Windindustrie und wird zudem die wichtigsten möglichen Synergie-Effekten umreißen und ihre Auswirkungen auf die regionale Planung erörtern. Das Seminar adressiert die Dringlichkeit internationaler Kooperation und den Schulterschluss verschiedener Energiesysteme mit dem Ziel, erneuerbare Energie so wirtschaftlich wie möglich zum Endkunden zu bringen. Der Abschnitt am Nachmittag ist gekennzeichnet durch Diskussionen mehrerer offshore-Akteure über ihre jeweiligen Ansichten auf zukünftige Entwicklungen und erzielbarer Synergie-Effekte.

Datum: 14. November
Preis: €350
Ort: Hamburg, Germany

Antragsformular für die Nordsee als zukünftiges Kraftwerk - 2017
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